10-jähriges Vereinsjubiläum mit Präsentation der Vereinsoldtimer am 10.09.22

Ein wichtiger Hinweis:

Aus Platzgründen ist diese Veranstaltung leider KEIN ÖFFENTLICHES OLDTIMERTREFFEN, auf dem ihr eure Fahrzeuge präsentieren könntet!!!!!!!😟

Info zum Festgelände…Gebt in eure Suchmaschine „Jugendclub 91 Neundorf“ ein…

Zufahrt auf das Festgelände, hinter dem Gerätehaus der Feuerwehr Neundorf gelegen, haben somit NUR FAHRZEUGE DER VEREINSMITGLIEDER und ggf. geladener Oldtimerfreunde!!!!!!

Ein Besucherparkplatz für Motorräder und einer für PKW’s stehen neben dem Festgelände zur Verfügung. Bitte parkt den Platz vor dem Feuerwehr Gerätehaus nicht zu! Der Chef des Ordnungsamtes, in Gestalt des Bürgermeisters, ist als Vereinsmitglied ganztägig vor Ort.😉 Steckt euer Geld also lieber in Kaffee und Kuchen, Bratwurst, Sekt und Wein, Limo und Bier (Alles in und an der Blockhütte des Jugendclubs erhältlich) oder in eine Spende für unseren Verein.😂

Bei vernünftigen Wetter werden die Fahrzeuge von 13 bis 17 Uhr präsentiert. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.

BEI DAUERREGEN FINDET DIE VERANSTALTUNG NICHT STATT!

U.a. werden folgende Oldtimer ab Baujahr 1928 ausgestellt:
DKW E 300, DKW KM 200, DKW SB 500, New Map 350 BYS, BMW R 61, IFA BK 350, Nimbus 750c, MZ ES 250, MZ ETZ 250 Armeeausführung, NSU Max, AWO Sport, Jawa 559, Jawa 354 (250 und 350 ccm), EMW R35/3, Trabant 601 Kübel, Wartburg 353 Patina, Fiat Sport Spider 1500 Cabrio, Triumph Spitfire Cabrio, Mercedes Benz SL 280, Famulus RS14/36, Belarus MTS 52 sowie unser fahrendes Vereinsmaskottchen, der Multicar M22 mit 10 Meter Drehleiteraufbau.

Und wer nur vom Ansehen der Ausstellungsstücke noch nicht genug hat, kann dann noch richtige Oldtimerluft schnuppern. Groß und Klein kann sich bei kurzen Rundfahrten durch den Ort, ob im Seitenwagen eines Motorrades, auf dem Beifahrersitz eines der drei Cabrios oder im Trabant Kübel gern den Wind um die Haare wedeln lassen oder man genießt einfach die Motorengeräusche und Benzindüfte. In der Hoffnung, dass das Wetter es alles zulässt. Dies sind Erfahrungen, die euch Elektrofahrzeuge in Zukunft niemals mehr bieten werden.😉

Für Fahrten im Seitenwagen ist allerdings leider ein Helm notwendig.

Es wird zusätzlich zu den Vereinsoldtimerfahrzeugen, welche ihr hier auf der Website im Voraus der Veranstaltung bereis unter „Fahrzeuge und Technik der Vereinsmitglieder“ ansehen könnt, noch zwei Fahrzeugprämieren von Vereinsfahrzeugen geben, welche in dieser Ausführung so sicherlich einmalig sind.

Ein weiteres Highlight dürfte der Besuch des hubraumstärksten Zweitaktmotorrades der Welt sein (hier ein Bild aus unserem Facebook Account mit dem Beitrag von Tag24 und MDR dazu):

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/video-650792_zc-ecc53a13_zs-570f6b3d.html

Der Oldtimerfreund Gerald Richter aus Bärenstein wird seine mit einem 1100 ccm Motor einer alten Feuerwehr Tragkraftspritze versehenen ETZ 250 Umbau präsentieren😁😁😁

Weiterhin ist noch ein Handlöschwagen zu bestaunen, wie er von Luftschutzhelfern bei Bombenangriffen in Zeiten des zweiten Weltkrieges verwendet wurde. Ein zentrales Beladungselement dessen, ist die 200 Liter Löschwasser pro Minute liefernde Metz/Gnom Motorspritze, welche durch einen 150ccm Fichtel&Sachs Motor angetrieben wird.

Aber nun erst mal zu den Fahrzeugumbauten:

Zwei Vereinsmitglieder haben jeweils eine TS 150 und eine ETZ 150 selbst umgebaut. Es sind dabei zwei Fahrzeuge entstanden, die wenn sie so oder so ähnlich, jede zu ihrer org. Entstehungszeit, im IFA-Vertrieb der DDR zu kaufen gewesen wären, dort sicherlich für reißenden Absatz gesorgt hätten. Aus der TS ist eine, an die Formensprache der ETS/G angelehnte, fahrbare Retro Straßen Enduro Studie entstanden.

Im 100-sten Jubiläumsjahr des Motorradbaus in Zschopau hat unser Vereinsvorsitzender, Lars Gärtner, dabei Design-Akzente gewählt, die einerseits an den Anfang des Motorradbaus in Zschopau, also an DKW und Rasmussen erinnern sollen, die aber andererseits auch die legendären Six Days Gewinne der 60er Jahre und den MZ DDR Geländesport der 80er Jahre unvergesslich machen sollen. Hellgrüne Akzente auf schwarzer Lackierung gab es halt schon in den Dreißigern (hier ein DKW Beispiel),

als DKW dann bereits schon ein Teil der neu gegründeten Auto Union war. Auch zu dieser Zeit gab es schon Geländesport.

Ein hoch gelegter Auspuff war auch damals schon das Erkennungszeichen der Geländesport-Fraktion. Es gab die grüne Farbe bekanntermaßen aber auch an den Werks-Geländesportmaschinen der 80er Jahre, wie sie die Herren Sturm, Cyffka und Weber damals pilotierten, dort allerdings mit weißer Farbe und Alutank kombiniert.

Beim hier gegenständigen TS Umbau werden dazu noch zeitgenössische und neuere Aufkleber Verwendung finden, weil Aufkleber eh ein Muss für einen geborenen DDR Bürger sind, dessen Sammelgebiet in der Kinderzeit Aufkleber waren und deren Beschaffung immer schwierig war und so manches mal den vollen Einsatz des elterlichen Taschengeldes forderten.

Das Konzept und Design der geänderten TS wird so sicherlich nicht jedem MZ Freund gefallen, aber an einer Maschine, die keine richtige „Orginalvorlage“ hat, konnte sich sogar der sonst so orginalitätsfanatische Vereinsvorsitzende mal richtig, mit freier Hand und ohne Grenzen, auslassen und somit neue Wege gehen. ✌️

So fanden neben dem CZ-Tank diverse MZ Teile der RT, der ES, der ETZ, der Ingolstädter Nachkriegs-DKW, von Simson, BMW, Tomaselli und Shinyo Verwendung.

Unter den nachfolgenden Bildern werdet ihr allerdings die Endlackierung und die genannten Dekore des TS Umbaus noch nicht finden. Die Fertigstellung der Maschine läuft halt noch…

Wer diese im Orginal sehen will und nun neugierig geworden ist, sollte unbedingt unsere Veranstaltung besuchen und somit an der Öffentlichkeitsprämiere der Maschine teilnehmen.

Also kommt vorbei und schaut euch diese kleine aber feine Veranstaltung an.👌

Nun kommen wir zur zweiten Maschine:

Unserem Vereinsmitglied Mirko Schiefer ist irgendwann mal ein DDR MZ Verkaufsprospekt der späten 80er Jahre in die Hände gefallen, mit einem abgebildeten Motorrad, was in seiner Jugendzeit ganz nach seinem Geschmack gewesen wäre. Diesen Traum wollte er sich nun, ca. 30 Jahre später verwirklichen. Eine ETZ 150 OR, mit hochgelegter Auspuffanlage, Scheinwerferverkleidung und anderen Acessoirs musste jetzt also mal her, dachte er. Doch nirgendwo war sie nach der Wende aufgetaucht, oder wäre sie gar käuflich zu erwerben gewesen. Bei Recherchen erfuhr er, dass diese Ausführung der Maschine wohl eigentlich erst mal nur für den Export gedacht war, aber nie mehr in Serie gegangen ist. Was solls…was im Leben eines Tüftlers nicht passt, dass wird halt passend gemacht.

Eine bei Bekannten in Hessen umherstehende, Metallicgrün getünchte ETZ, hatte er schon vor vielen Jahren gekauft und nun wurde sie zerlegt, restauriert, angepasst und umgebaut, eben so, wie auf der Bildvorlage vom genannten Prospekt.

Der Verkaufsflyer aus DDR Zeiten…
Die fertig umgebaute Maschine

Ein wirklich modern aussehendes Fahrzeug ist entstanden. Und wer es nicht weiß, was es mit der Typbezeichnung 150 OR auf sich hat, der erkennt dabei, dass der Anglizismus auch schon in der DDR angekommen war.

Früher nannte man solche Maschinen einfach Enduro (siehe Simson), auch wenn sie für das richtige Enduro fahren sicherlich nicht geeignet waren. Jetzt war halt der Zusatz „Offroad“ in Mode gekommen, wohl aber auch dem geschuldet, angedachte westliche Exportmärkte leichter erschließen zu können. Bekannter Weise folgte alsbald das Ende von MZ. Somit wurden die paar, wohl überhaupt mal gefertigten Prototypen der kleinen Sonder-ETZ, eben mit dem Kürzel „OR“ versehen.

Und hier ist die bebilderte Umbaustory der TS 150. Ja, sie wird am 10.09.22 sogar neu getauft. Der TS Schriftzug verschwindet vom Fahrzeug und wird durch 150 SDE oder 150 RSE ersetzt. Mal sehen, für was sich der Vereinsvorsitzende auf den letzten Metern des Umbaus entscheidet. Ratet ruhig schon mal, was die Kürzel bedeuten könnten?:

Im Prinzip gab dieser, irgendwo mal gefundene Tank den Anstoß, welchen der Vereinsvorsitzende immer für einen normalen ES 250 Tank hielt. Er lag im Keller rum und war halt auch nicht mehr der Beste. Also fix das Ding bei Ebay Kleinanzeigen reingestellt und weg damit, dachte sich Lars. Und dann passierte das Ungewöhnliche, ein Haufen Anfragen mit Angeboten gingen ein. Da war klar, an diesem Tank muss etwas besonderes sein….Vier unscheinbare, in den Tank eingebrachte Gewindestücken wiesen diesen als einen orginalen Tank der Geländesportmaschine ES/G bzw ETS/G aus und dienten damals zur Schraubbefestigung der Kartentasche. Nun hätte man auch eine ETS/G um den Tank herum bauen können…dass wäre eine feine Sache, wohl aber auch ein schweres und teures Unterfangen geworden. Von daher wurde dieser Plan nie Gegenstand im Gedankengut des Besitzers. Aber ein kleines Flämmchen für den MZ Geländesport/Endurosport war entfacht. Der Tank ziert heute wohl eine entsprechende Orginalmaschine eines Sportfreundes. Der Vereinsvorsitzende dachte sich nun, dass erwirtschaftete Geld wieder in sein Hobby zu reinvestieren. In einer Scheune der Verwandschaft stand, seit 1990 abgemeldet, die schwarze TS 150 des Cousins, der diese nicht mehr benötigte. Bis dahin hatte die eher nicht so schöne Formensprache und der schlechte Zustand der TS150 dafür gesorgt, dass Lars diese nicht in seinen Fuhrpark integrieren wollte. Aber sie hatt es heutzutage verdient, zumal sie aus dem Erstbesitz des Cousins stammt, ein zweites Leben zu erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes👍😃. Es musste aber eben ein schönes Fahrzeug entstehen, dass war der Plan. Den Rest der Entwicklung erzählen die Bilder. Gelungen ist es….